Google Consumer Surveys – Neues Google Tool für Webmaster

Google-Consumer-Surveys
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…erstmal nur für den amerikanischen Markt…

Google hat ein neues Tool vorgestellt: Google Consumer Surveys – ein Webseiten-Fragebogen bzgl. der wahrgenommenen Qualität der Website.

Mit einem kleinen JavaScript Snippet in der <head>-Sektion der Webseiten kann man, wie gesagt derzeit nur für US-Visitors, den Besuchern einen kleinen Fragebogen präsentieren, der dem Webmaster (und natürlich auch Google – was auch immer Google dann mit diesen Daten anfängt 😉 ) dann promptes Feedback bzgl. seiner Site gibt. Derzeit wird wohl nur eine Frage gestellt: Wie zufrieden sind sie mit dieser Website? und die, schon fast klassischen 5 möglichen Antworten „sehr zufrieden“, „etwas zufrieden“, „weder zufrieden noch unzufrieden“, „etwas unzufrieden“ und „sehr unzufrieden“. Für 1ct (US$) pro Antwort kann der geneigte (und finanziell potente 😉 ) Webmaster auch eigene Fragen definieren.

Weiterhin kann man noch (kostenfrei) für das Google Consumer Survey definieren wie viele Seiten ein Besucher aufgerufen haben soll, bevor er den Fragebogen präsentiert bekommt, sowie nach wie vielen Seiten er ihn erneut präsentiert bekommen soll, so er ihn nicht schon beim ersten Mal beantwortet hat. Dann kann man noch einstellen, wie viele Stunden vergehen sollen bevor der Besucher den Fragebogen erneut präsentiert bekommen soll (Standardeinstellung sind 168 Stunden = 7 Tage) – was nicht ganz klar ist, ist ob es dabei eine Rolle spielt, ob der Besucher den Fragebogen zuvor ausgefüllt hat oder nicht. Als letzte Einstellung ist es noch möglich zu begrenzen wie viele Fragebögen (gemeint ist wahrscheinlich wie oft) der Besucher maximal ausfüllen muss bevor er keine mehr angezeigt bekommt.

Was bedeutet das nun für den Webmaster?

Nun für den deutschen Webmaster, der keine Seiten für den US-Amerikanischen Markt betreibt, erst einmal gar nichts. Höchstens, dass er die Entwicklung in den USA beobachten sollte um gewappnet zu sein, sofern dieses Tool auch für den deutschen Markt verfügbar werden sollte.

Spannender ist jedoch eigentlich die Frage, was Google mit diesem Tool, das ja doch auch wieder einiges an Rechen-Ressourcen von Google verbrauchen wird, langfristig bezwecken will. Natürlich an erster Linie „ein besseres Web“, wie immer eigentlich.

Doch hier stellt sich die Frage wie?

Allein die Information, dass x% der Besucher nicht vollauf zufrieden mit Ihrem Besuch der Website waren, hilft dem Webmaster eigentlich herzlich wenig. Interessanter wäre es doch, auch zu wissen, warum der Besucher nicht zufrieden war. War es, weil er nicht die Informationen oder das Produkt gefunden hat, die/das er gesucht hat. Und in diesem Fall, ist er evtl. direkt auf die Website gegangen weil er sie kennt und geglaubt hat, dass er dort diese Informationen oder dieses bestimmte Produkt finden würde, oder ist er über die Suchmaschine (evtl. sogar Google) auf diese Website gelangt…    spannende Fragen…

Weiterhin: Auch wenn Google derzeit noch dementiert, dass es geplant ist, dass diese Daten Einfluss auf das Ranking von Websites nehmen können, so ist diese Möglichkeit sicherlich nicht auszuschließen. Es scheint fast, dass Google selbst nicht mehr glaubt, dass sie die Qualität von Websites rein algorithmisch bewerten können, und die Quality-Rater auch nicht beliebig vermehrt werden können, so versucht man sich anscheinend jetzt mit am – durch den Webmaster unterstützten – Crowd-Sourcing.

Aber was bedeutet das weiterhin?

Webmaster, die wissen, dass ihre Seite eh nicht so toll bewertet würde, oder auch einfach nur Angst davor haben, dass evtl. negative Bewertungen Ihnen schaden würden, werden dieses Tool wohl eher nicht einsetzen. Sollte/Kann/Darf Google dann solchen Websites zukünftig einen Malus verpassen? Das geht ja wohl eher kaum. Denen, die dieses Tool einen Bonus geben geht ebenso wenig, da dies ja defacto auf’s Gleiche hinausläuft. Also welchen Wert haben dann die zwangsläufig immer sehr unvollständigen Daten für Google? Hmmm, immerhin könnte Google damit seinen Algorithmus überprüfen wenn dieser ein signifikant anderes Ergebnis auswerfen würde als die Umfrage. Anscheinend glaubt Google auch, dass hierfür maximal 500 Antworten pro Monat ausreichen, da sie erst einmal nicht mehr Antworten pro Website und Monat erheben wollen. Es kann aber auch sein, dass dieses Limit in Zukunft heraufgesetzt wird, sollte sich das Tool entsprechend etablieren und Google kann  so auch den zukünftigen Ressourcen-Bedarf besser berechnen.

es bleibt spannend…

P.S.: Weitere Artikel über das neue Google Tool „Google Consumer Surveys“:

Der Original Artikel von Google

Die Jongo Webagentur berichtet ebenfalls

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