Pendeln in der Zukunft – eine Vision 

Oh Shit, der Wecker. Jetzt ist es gestern doch wieder später geworden. Aber ich muss raus, der Transporter wartet maximal 60 Sekunden, wenn ich dann nicht eingestiegen bin, fährt er ohne mich weiter…

Schnell unter die Dusche und angezogen, auf dem Weg nach draußen den Kaffeebecher aus der Küche geholt, den der Automat direkt in den Thermo-Mitnehmbecher gebrüht hat.

Der Transporter ist schon da. Ich steige ein und lasse die Trennwände hochfahren. Keine Lust mich heute mit meinen Mitfahrern zu unterhalten. Stattdessen starte ich direkt den integrierten Bildschirm und rufe meine Jobinformationen ab. Während ich mit meinem VA (Virtual Assistant) meine heutigen Termine durchgehe, Überfliege ich die technischen Notizen die ich doch noch immer lieber lese anstelle sie mir anzuhören. Ca. 40 Minuten und 90km später meldet mein DA, dass ich in 5 Minuten da bin. Zwischenzeitlich hatten wir wohl 2- oder 3-mal angehalten um Mitfahrer aus- oder umsteigen zu lassen und neue Mitfahrer aufzunehmen. Heute hatte ich Glück und brauchte nicht umsteigen. Nicht, dass das besonders aufgehalten hätte, i.d.R. braucht man weniger als 30 Sekunden zum Umsteigen. Das System funktioniert bereits seit einigen Jahren absolut reibungslos.

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Am Nachmittag als ich das Büro verlasse, hält gerade der Transporter für mich. Mein VA hat bemerkt, dass ich Feierabend mache und hat bereits vollautomatisch meine Rückfahrt gebucht. Ich überlege was ich heute Abend essen möchte und spreche kurz mit meinem VA durch, ob ich dafür alles im Haus habe, und was ich noch brauche. Sobald ich mich entschieden habe ordert mein VA die Lebensmittel. Wenn ich heimkomme sollten die Lebensmittel bereits in der Küche sein. Seitdem die reine Drohnenauslieferung auf eine hybride Auslieferung von Transportern bestückt mit Drohnen für die letzten Meter kombiniert wurde ist der Himmel auch gottseidank nicht mehr ganz so voll mit Drohnen, und die Energiebilanz ist wieder etwas besser geworden. Und ich persönlich habe auch das Gefühl es geht noch etwas schneller. In den Städten hat man ja schon längst auf das, auf dem alten Rohrpostprinzip basierenden, „Tunnel-Delivery-Network“ umgestellt – nur für die ländlicheren Gebiete ist dies nach wie vor ineffizient. Für den Rest der Fahrt ziehe ich mir die VR-Brille auf und schaue die Nachrichten und Kommentare zum Weltgeschehen…

Ein paar Gedanken zur technischen Umsetzung:  Individualisierter öffentlicher Personennah- und Fernverkehr

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